Autor: dielinkeluna

  • Die Häuser denen, die sie brauchen

    Einleitung

    „Wohnraum ist ein Menschenrecht.“ Dieser Satz klingt selbstverständlich, aber die Realität sieht leider anders aus. Während unzählige Häuser leerstehen oder von Investor*innen als strategische Reserve gehortet werden, kämpfen viele Menschen damit, ihre Miete zu bezahlen oder landen gleich auf der Straße.

    Leerstand ist ein Skandal

    In Städten und Dörfern überall in Deutschland gibt es Häuser, die über Jahre hinweg leerstehen. Eigentümer*innen lassen sie verfallen oder warten auf „bessere Marktbedingungen“, während Menschen dringend Wohnraum brauchen. Das ist kein individuelles „Pech“, sondern eine direkte Folge eines Systems, das Profit über Grundbedürfnisse stellt.

    Leerstand zeigt auch auf einige grundlegenden Probleme des Kapitalismus:

    • Häuser werden nicht als Orte zum Wohnen, sondern als Kapitalanlagen oder Investitionsmöglichkeiten betrachtet.
    • Wer Kapital hat, kann Eigentum anhäufen und sein Kapital dadurch vermehren. Wer keins hat, muss ums nackte Überleben kämpfen.

    Das hat Wohnungslosigkeit, Verdrängung und immer weiter steigende Mieten als Folge, so Kann es nicht weitergehen.

    Der Skandal des Kümmelbacher Hof

    Ein gutes Beispiel ist der Kümmelbacher Hof in Neckargemünd bei Heidelberg. Auf diesem riesigen Gelände könnten bis zu 1000 Menschen wohnen und trotzdem steht es leer. Der Eigentümer, die Firma Pro Seniore, hortet das Grundstück als Teil der „strategischen Reserve“ des Unternehmens, anstatt es für dringend benötigten Wohnraum oder soziale Infrastruktur zu öffnen.

    Dieser Fall zeigt die Absurdität nochmal klar und deutlich: Während viele Menschen keine Wohnung finden oder von Mieterhöhungen verdrängt werden, liegt ein Gelände mit enormem Potenzial ungenutzt da, nur weil es für die Besitzer*innen gerade lukrativer ist, es zerfallen zu lassen.

    Unsere Antwort? Instandbesetzungen!

    Hausbesetzungen sind eine direkte Reaktion auf diese Zustände. Sie stellen die Frage: Warum sollten Gebäude leerstehen, während Menschen draußen schlafen müssen?
    Besetzungen sind nicht nur Protest, sondern auch Widerstand in Praxis. Sie schaffen Orte, wo Menschen selbstbestimmt Wohnraum und soziale Räume schaffen.

    Fazit

    „Die Häuser denen, die sie brauchen“ ist kein radikaler Slogan, sondern gesunder Menschenverstand. Solange Profit über Menschen gestellt wird, wird sich daran nichts ändern. Bis dahin wird es auch Hausbesetzungen geben. Deshalb habe ich eine klare Forderung: Entweder hört Pro Seniore auf, so ein großes Gelände dem Verfall zu überlassen, oder es wird Zeit, dass wir es Besetzen! Denn: Wohnen ist ein Recht und kein Privileg.

  • Meine sicht zu Gaza, Palästina und Israel

    Vorwort

    Dieses Thema wird in der Linken Szene sehr umstritten. Es herrscht eine massive Spaltung zwischen der antideutschen (pro-Israelischen) Strömung und der antiimperialistischen (pro-palästinensischen) Strömung, aber wo falle ich bei dem Thema rein?

    In letzter Zeit beschäftigt mich dieses Thema sehr, da ich als Anarchistin kämpfe für Freiheit nicht als etwas weit entferntes sehe, was mich nichts angeht, sondern eben als Kampf, in dem ich selbst tief mit drin stecke.

    Meine Meinung

    Für mich ist es offensichtlich, dass Israel ein kolonialer Siedlerstaat ist, der von Beginn an auf der Verdrängung der palästinensischen Bevölkerung beruhte. Schon 1948 wurden Hunderttausende im Zuge der Nakba aus ihren Häusern vertrieben. Seitdem werden Palästinenser*innen durch Enteignungen, Entrechtung und diskriminierende Gesetze systematisch unterdrückt und in eine Lage von dauerhafter Ungleichheit gezwungen.

    Seit 2007 herrscht eine vollständige See- Luft- und Landblockade zu dem Gazastreifen und seit dem 07.10.2023 hat die Israelische Regierung den Angriff der Hamas instrumentalisiert um einen Genozid im Gazastreifen zu starten und zu rechtfertigen.

    So wie es aktuell läuft kann es nicht weiter gehen. Die einzige gerechte Lösung wäre, eine ein-staaten-Lösung, in welcher ein Palästinensischer Staat in der Region etabliert wird. Alle, die durch die Besatzung aus ihren Häusern vertrieben wurden müssen ein Recht auf Rückkehr haben und die Ruinen Gazas müssen wieder aufgebaut werden. Jedoch darf dieser Palästinensische Staat kein weiterer Ethnostaat werden, sondern muss ein Basisdemokratischer Föderativstaat werden mit lokaler Autonomie, um Gerechtigkeit für alle Personen in der Region zu sorgen (siehe als Beispiel Rojava).

    Ein lokalautonomer Föderationsstaat ist deshalb wichtig, damit es zu keiner Dominanz einer Religion/Bevölkerungsgruppe kommen kann, und damit Unterdrückung erschwert oder im besten Fall unmöglich gemacht wird.

    Meine solidarität geht raus an alle Freiheitskämpfer*innen auf der Welt!

    Hoch die internationale Solidarität!

  • Zeigt solidarität mit Rojava

    Rojava ist in Not, hat kaum tabletten und kaum Strom.
    Krankenhäusern fehlen Medikamente, Stromausfälle bringen ganze Stationen zum Erliegen, und selbst einfache Behandlungen werden unmöglich.

    Viele Kinder wachsen ohne sicheren Zugang zu Bildung auf, weil Schulen zerstört oder geschlossen sind. Familien müssen ihr Zuhause verlassen, leben in Camps ohne sauberes Wasser oder medizinische Versorgung.

    Die Menschen dort leiden nicht, weil sie etwas falsch gemacht haben, sondern sie leiden weil grundlegende Dinge wie Medikamente, Nahrungsmittel, Strom und Wasser fehlen.

    Doch wir können helfen.
    Organisationen wie Heyva Sor a Kurdistanê (Kurdischer Roter Halbmond)leisten jeden Tag humanitäre Arbeit: sie bringen Medikamente in Krankenhäuser, versorgen Flüchtlingslager mit Strom und Licht.

    Jeder Euro bedeutet ein Stück Hoffnung: eine Tablette, die Leben rettet, ein Generator, der ein Krankenhaus am Laufen hält, eine Solaranlage, die Licht in die Dunkelheit bringt.

    Spenden könnt ihr bei:
    Heyva Sor a Kurdistanê (Die Kurdische Rote Halbmond)
    Solardarity Rojava (Spendeninitiative für neue Solarpaneele für Rojava)

    Lasst uns gemeinsam solidarität zur Praxis werden lassen.

    Hoch die internationale solidarität!